{"id":784,"date":"2024-03-02T06:12:49","date_gmt":"2024-03-02T05:12:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mikambo.de\/?p=784"},"modified":"2024-03-12T21:11:01","modified_gmt":"2024-03-12T20:11:01","slug":"der-kult-der-blinden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mikambo.de\/index.php\/2024\/03\/02\/der-kult-der-blinden\/","title":{"rendered":"Der Kult der Blinden"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"431\" src=\"https:\/\/www.mikambo.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/desert-6578359_640.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-785\" srcset=\"https:\/\/www.mikambo.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/desert-6578359_640.jpg 640w, https:\/\/www.mikambo.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/desert-6578359_640-300x202.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>\u201cDer heilige Prophet Mordekun hat es uns geweissagt. Wir sind das auserw\u00e4hlte Volk, auserw\u00e4hlt vom Vater des Universums zu herrschen \u00fcber die ganze Welt und alle V\u00f6lker dieser Erde. Diesen Bund hat Er mit uns geschlossen, und Mordekun hat es uns gesagt, wenn der dritte Mandir f\u00e4llt, wird seine Prophezeiung Wahrheit werden.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Der Lehrer lie\u00df einen strengen Blick \u00fcber die Klasse streifen. \u201cHat das jeder von euch verstanden? Begreift ihr, welch gro\u00dfe Verantwortung auf jedem von euch liegt?\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Rodano meldete sich sch\u00fcchtern. \u201cWarum hat Gott uns auserw\u00e4hlt? Es gibt doch so viele V\u00f6lker, warum gerade uns?\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Die Augen des Lehrers verengten sich. \u201cH\u00fcte deine Zunge. Du bist jung, und es sei dir verziehen, aber wisse, dass es Blasphemie ist, diese Frage auch nur zu stellen. Doch freilich gibt es eine Antwort \u2013 niemand dient Ihm so treu wie wir, und deshalb hat Er uns auserw\u00e4hlt.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Als Rodano an diesem Tag nach der Schule nach Hause ging, nagte ein Zweifel in seiner Seele, aber dann traf er sich mit seinen Freunden und sie gingen Fu\u00dfballspielen. Und er verga\u00df, was ihn gest\u00f6rt hatte im Religionsunterricht.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Die Jahre zogen vorbei. Rodanos Eltern waren sehr gl\u00e4ubig, und so schickten sie ihn nach der Grundschule nicht an ein staatliches Gymnasium, sondern in eine Madrassa. Bald war Rodano, der hochbegabt und \u00e4u\u00dferst schlau war, in den heiligen Schriften sehr belesen. Er machte den Abschluss als Bester seiner Klasse, und sein Weg zum Priester schien vorgezeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch bald darauf klingelte es an der T\u00fcr, ein Mann stand dort und wies eine Marke vor. Rodanos Eltern machten eine tiefe Verbeugung, und erlaubten dem Fremden sofort, mit Rodano alleine zu sprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cDu kennst die Prophezeiung von Mordekun?\u201d fragte der Mann. \u201cNat\u00fcrlich kennst du sie. Als Bester deiner Klasse wirst du sie wohl auswendig wissen.\u201d Rodano nickte. \u201cWir sind das auserw\u00e4hlte Volk, berufen von Gott zu herrschen \u00fcber die ganze Welt und alle V\u00f6lker dieser Erde. Wenn der dritte Mandir f\u00e4llt \u2026\u201d Aber der Mann winkte ab. \u201cJa ja. Ich kenne die Weissagung so gut wie du. Aber hast du jemals dar\u00fcber nachgedacht, dass auch andere V\u00f6lker sie kennen? Was, wenn diese V\u00f6lker es zu verhindern trachten, dass der dritte Mandir f\u00e4llt?\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Rodano fiel ein Gr\u00fcbeln an. Der alte Zweifel nagte wieder an seinem Gewissen, aber immer noch vermochte er es nicht, ihm Raum zu geben. \u201cIch wei\u00df nicht, Herr\u201d, sagte er. \u201cWenn es Gottes Wille ist, wie k\u00f6nnte irgendwer Seine Pl\u00e4ne durchkreuzen?\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cDu hast es nicht verstanden\u201d, sagte der Fremde. Seine Stimme war mit einem Mal warm und schmeichelnd geworden. \u201cDass wir auserw\u00e4hlt sind, hei\u00dft, dass wir Sein Werkzeug sind, Seine Pl\u00e4ne zu vollf\u00fcllen. Wer uns bek\u00e4mpft, bek\u00e4mpft auch Ihn, und es ist unsere Aufgabe, Seinen Willen in der Welt zu tun. Lass mich das abk\u00fcrzen. Ich komme von einer Organisation, die daran arbeitet, Gottes Kraft in die Welt zu bringen. Wir haben dich schon lange beobachtet, und wir glauben, dass du berufen bist, dabei zu helfen. Wenige sind so klug wie du, und wir nehmen nur die Besten. Verschwende dein Leben nicht an den Priesterberuf. Das k\u00f6nnen andere machen, dazu muss man nur die Schrift kennen. Du aber tr\u00e4gst so viel mehr in dir, du wirst die Schrift mit Leben f\u00fcllen.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Kein Wunder, dass Rodano sich geehrt f\u00fchlte, und auch seine Eltern waren sehr stolz auf ihn, dass eine geheime Beh\u00f6rde der Staatssicherheit ihren Sohn erw\u00e4hlt hatte. Rodano wurde an einer Universit\u00e4t des Shinbi, so hie\u00df die Beh\u00f6rde, eingeschrieben und lernte viele Jahre, wie Gott zu helfen sei. Sprengstoff aus frei erh\u00e4ltlichen Materialien herstellen, subversives Streuen von Fehlinformationen, Politiker in kompromittierende Situationen bringen um sie zu erpressen, und vieles mehr. Nachdem er seinen Abschluss gemacht hatte, wiederum mit Bravour, nahm ihn der Shinbi in den Dienst.<\/p>\n\n\n\n<p>Rodano kam viel in der Welt herum, und je mehr Auftr\u00e4ge er erfolgreich beendete, desto h\u00f6her stieg er auf. Inzwischen war er sehr zynisch geworden, denn er hatte verstanden, wie viel Macht der Kult bereits besa\u00df. Oh, er glaubte immer noch, mit ganzer Kraft sogar, denn was er erlebte, zeigte ihm, dass die Prophezeiung des Mordekun wahr sein musste. Zynisch war er vielmehr geworden gegen die anderen V\u00f6lker als das seine, er sah sie nur mehr als wertloses Vieh. Weniger sogar, als Vieh.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch gab es eine Grenze, die man ihm nicht erlaubte zu \u00fcberschreiten. Manche Operationen wurden auch vor Rodano streng geheim gehalten. Als er eines Tages mit einem Vorgesetzten dar\u00fcber sprach, zuckte dieser mit den Schultern. \u201cNur wer dem Kult der Blinden beigetreten ist, darf das ganze Ausma\u00df unserer Projekte kennen. Ich kann dich bekannt machen, aber ich warne dich, das ist nichts f\u00fcr jeden und wer sich anschlie\u00dft, kann niemals zur\u00fcck.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Doch Rodanos Neugier war geweckt, und monatelang bedr\u00e4ngte er den Vorgesetzten wieder und wieder, bis dieser schlie\u00dflich nachgab. Eines Abends wurde Rodano mit verbundenen Augen nach langer Fahrt in eine Halle gebracht. Dort warteten vermummte M\u00e4nner und Frauen auf ihn, die Gesichter mit Kapuzen verborgen, und gekleidet wie Priester der alten Zeit. Nur Fackeln erleuchteten den Raum, und ihr Licht zuckte unruhig \u00fcber den schwarz und wei\u00df ausgelegten Boden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cSo, du willst also unserem Bund beitreten\u201d, begann einer der Priester. \u201cNun, wir haben viel von dir geh\u00f6rt, doch wisse, dass es einen Preis fordert. Da du aber das Himmelreich gewinnen wirst, sollte dieser Preis dir nicht schwerfallen.\u201d Man brachte Rodano einen Becher voll mit einer schweren, roten Fl\u00fcssigkeit. \u201cTrink\u201d, sagte der Diener. Rodano setzte das Gef\u00e4\u00df an die Lippen, und schmeckte sofort, dass es Blut war, das im Becher war. Aber er \u00fcberwand seinen Ekel und leerte das Gebr\u00e4u in einem Zug.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war nicht nur Blut gewesen, denn binnen Minuten fiel Rodano ein Schwindel an und der Raum wurde zum Gerichtshof Gottes. Die Fackeln waren Engel, die ihn pr\u00fcften, und die Priester sprachen Sein Wort. \u201cDu wirst uns die Augen deines Erstgeborenen bringen. Wir sind der Kult der Blinden, denn wir sind blind f\u00fcr alles au\u00dfer Seinem Plan. Wer sich uns anschlie\u00dfen will, muss beweisen, dass ihm dieses Werk wichtiger ist als alles, sogar als das Gl\u00fcck seiner Kinder.\u201d Und Rodano schrie es heraus: \u201cJa, ich will\u201d, denn da war ein Rausch von Gr\u00f6\u00dfe in ihm, f\u00fcr die er auch seinen Sohn bedenkenlos zu opfern bereit war.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann, als es vollendet war, in einer versteckten Klinik, in die sein Kind unter einem Vorwand gebracht worden war, und die es blind verlie\u00df, erfuhr Rodano endlich, wie weltumspannend die Macht des Kultes war, und wie gro\u00df und gewaltig seine Projekte. Jeder war machtlos gegen den Kult, und er kontrollierte viele Politiker weltweit. Immer neue Pl\u00e4ne heckte der Shinbi aus, um die dumme Sklavenhorde der anderen V\u00f6lker immer mehr und mehr jeder Macht und Freiheit zu berauben. Einmal sprengte man drei T\u00fcrme, und als Rodano mit seinem Team die Explosion aus der Ferne beobachtete und filmte, tanzten sie vor Freude \u00fcber den gelungenen Coup. Allerdings, sie wurden bei ihrer johlenden Feier beobachtet, und man nahm sie fest. Aber es dauerte nur eine Nacht, dann waren sie alle wieder frei und verlie\u00dfen das Land, welches eines der m\u00e4chtigsten der Erde war, unbehelligt. So gro\u00df war die Macht des Kultes, dass Rodano v\u00f6llig unantastbar geworden war. Und das nutzte er reichlich aus. Schlie\u00dflich, die anderen V\u00f6lker waren doch nur Vieh, sein Vieh, und so konnte er mit ihnen, und auch ihren Kindern, tun, was immer ihm gerade einfiel. Und es fiel im viel ein, denn den Schmerz um den blinden Sohn zu stillen, das forderte Jahr um Jahr einen immer noch h\u00f6heren Tribut. Und so wurden die Orgien und Opferungen immer noch grausamer und wilder. Doch es war ja alles zum Ruhme Gottes.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cDer dritte Mandir muss fallen\u201d, so ging der Schwur, mit dem jede Erteilung eines neuen Auftrags beschlossen wurde. Denn Gott war nicht in der Lage dazu, die b\u00f6sen Heiden hinderten Ihn daran, und so musste die geheime Beh\u00f6rde das Werk tun, damit endlich das geweissagte Himmelreich, und damit die Herrschaft \u00fcber alle und jedes, f\u00fcr Rodanos Volk kommen konnte. Sie waren auserw\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Niemand konnte Rodano aufhalten, ein Projekt, das er anfing, das gelang. Inzwischen war er hochdekoriert und hielt einen der h\u00f6chsten R\u00e4nge im Kult inne. Dann bekam er einen neuen Auftrag. Es war nur ein kleiner, unbedeutender Auftrag im Rahmen eines gro\u00dfen Plans. Rodano war ein wenig entt\u00e4uscht, er h\u00e4tte gerne in diesem Projekt, das die Menschen dazu brachte, sich weltweit freiwillig selbst zu vergiften, eine wichtigere Rolle gespielt. Aber nat\u00fcrlich war er ein treuer Soldat und ging nach Afrika, um einen widerspenstigen Kanzler zu t\u00f6ten, der sein Volk vor dem Gift besch\u00fctzen wollte, und gegen den man nichts in der Hand hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Rodano und sein Team brachen in das Haus des Politikers ein, das in dieser Nacht selbstverst\u00e4ndlich unbewacht war, weil man alle Wachen bestochen hatte. Dann fuhren sie ihn in die Wildnis und verrichteten ihr Werk. Damit der Kanzler wissen konnte, was ihn nach seinem Tod erwarten w\u00fcrde, bereiteten sie ihm die schrecklichste H\u00f6lle auf Erden in den Stunden, bevor er starb.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Rodano in sein Hotelzimmer zur\u00fcckkehrte, und sich einen Brandy einschenkte, traf ihn mit einem Mal ein schwerer Stich in die Brust. Er rang nach Luft und der Schwei\u00df brach ihm aus. Sein K\u00f6rper gehorchte ihm nicht mehr, und er taumelte zu Boden. Ein Licht ging auf, es strahlte ihm aus einem der Fenster mitten ins schmerzverzerrte Gesicht. Da verstand er, dass die Zeit gekommen war, dass der Herr der Sch\u00f6pfung ihn rufen w\u00fcrde, und es wurde ihm leicht ums Herz. Endlich, endlich w\u00fcrde er das Paradies schauen, und die Qual um die leeren Augen seines Sohnes nie mehr sp\u00fcren m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Engel trug eine strahlende R\u00fcstung, deren Glanz so hell war, dass es bis auf den Grund von Rodanos Seele drang. Eigentlich sollte ich mich freuen, dachte Rodano, aber dennoch stieg mit jeder Sekunde eine Angst in ihm. \u201cNun gut\u201d, sagte der Engel. \u201cDeine Zeit ist um, und deine Freiheit vorbei. Berichte mir, was hast du mit dieser himmlischen Gnade der Freiheit getan?\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Rodano war mit einem Mal wieder ein kleiner Junge geworden, und sein Mund war trocken. \u201cIch habe das Werk des Herrn getan. Ich wurde in Sein auserw\u00e4hltes Volk geboren, und habe immer nur mein Bestes gegeben, damit Gott Seinen gro\u00dfen Plan verwirlichen kann.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Der Engel lachte bitter. \u201cEs gibt viele Kulte, die glauben, sie seien auserw\u00e4hlt zu herrschen \u00fcber alle anderen. Einem jeden von ihnen reden es ihre Priester ein, mit phantasievollen Geschichten und gef\u00e4lschten Wundern. Doch dabei seid ihr alle nur dumme Werkzeuge f\u00fcr die, die wirklich herrschen. Wie k\u00f6nnte Er eines Seiner Kinder mehr lieben als das andere? Es ist eine nichts als l\u00e4cherliche Vorstellung. Nein, die dunklen Herrscher benutzen Eure Gier, Eure Faulheit und die Wunden in Euren Seelen, um Euch zu blenden gegen die Wahrheit Seiner Sch\u00f6pfung \u2013 welche die Liebe ist, f\u00fcr alles und jedes.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Vor Rodanos innerem Auge erschien eines der Kinder, das er furchtbar gemartert hatte, um es dem Kult zum Opfer zu bringen. Mit einem Mal sah er wieder die brechenden Augen des Kindes im Moment des Todes, und endlich verstand er, auch dieses Kind war Sein Kind gewesen. Rodano begann zu weinen. \u201cAber der dritte Mandir muss doch fallen, sonst kann Gott Sein Himmelreich nicht errichten! Wir mussten doch alles tun, damit Er sich endlich offenbaren kann, so, wie es uns versprochen ist schon so lange Zeit! Wenn wir nicht den Mandir fallen lassen, dann kann Gott doch gar nicht kommen, und damit Er kommen muss, mussten wir eben tun, was wir taten!\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cIhn willst du zwingen? Ihn, das Herz von Raum und Zeit?\u201d Der Engel sch\u00fcttelte traurig den Kopf. \u201cAlles, das du angebetet hast, war deine eigene Gier und das B\u00f6se in dir. Du hast niemals etwas anderes getan, als dich, soweit du es vermochtest, von Gott zu entfernen. Mit Ihm hatte nichts davon jemals zu tun. Vielmehr wolltest du Gott sein, aber nur ein D\u00e4mon der Selbstsucht bist du geworden. Das also ist es, das du mit deiner dir von Gott geschenkten Freiheit angefangen hast.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>\u201cAlso komme ich jetzt in die H\u00f6lle?\u201d fragte Rodano, der mit diesen Worten begriff, dass er verloren war. Ein Schatten ging \u00fcber das Antlitz des Engels. \u201cManche will selbst der Teufel nicht. Denn auch er vermag es nicht, ihre Seelen zu reinigen. Sieh her\u201d, sagte der Engel. Er \u00f6ffnete ein Fenster und Rodanos Blick ging in eine weite, hei\u00dfe und staubige W\u00fcste. \u201cDort wirst du bleiben bis zum Ende der Zeit, aber dieses Ende kommt nie. Und sei unbesorgt, niemand wird dir dein K\u00f6nigreich jemals streitig machen. Es geh\u00f6rt dir ganz allein.\u201d<\/p>\n\n\n\n<p>Der Engel breitete seine Fl\u00fcgel aus und stieg auf in das glei\u00dfende Licht der ewigen Wahrheit Gottes. Rodano begann seine Wanderung durch das zerst\u00f6rte Land der Freiheit seiner Seele. Wie sehr sich Rodano w\u00fcnschte, dass da einer w\u00e4re, irgendwer, um seine Freiheit endlich anders verwenden zu k\u00f6nnen. Aber an diesem Ort war nur er, allein mit seinen Erinnerungen an die Schrecken, die er seinen Mitgesch\u00f6pfen zugef\u00fcgt hatte. Und seine Wanderung wird niemals enden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201cDer heilige Prophet Mordekun hat es uns geweissagt. Wir sind das auserw\u00e4hlte Volk, auserw\u00e4hlt vom Vater des Universums zu herrschen \u00fcber die ganze Welt und alle V\u00f6lker dieser Erde. 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