{"id":530,"date":"2021-11-15T07:05:22","date_gmt":"2021-11-15T06:05:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.mikambo.de\/?p=530"},"modified":"2021-11-15T07:05:55","modified_gmt":"2021-11-15T06:05:55","slug":"der-suendenbock-der-nicht-ueber-die-klippe-ging","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.mikambo.de\/index.php\/2021\/11\/15\/der-suendenbock-der-nicht-ueber-die-klippe-ging\/","title":{"rendered":"Der S\u00fcndenbock, der nicht \u00fcber die Klippe ging"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Anruf kam gegen halb drei. Gabrielle lauschte aufmerksam und war wieder einmal voller Bewunderung f\u00fcr die raffinierten Spiele der Hochfinanz. Sie w\u00fcrde nur die ihr zugedachte Rolle ausf\u00fcllen m\u00fcssen, ihr konnte gar nichts passieren \u2013 und wie reich dann die Belohnung sein w\u00fcrde!<\/p>\n\n\n\n<p>Gabrielle ging durch die Reihe der Reporter. Sie ignorierte alle Fragen, sah nicht links oder rechts. Einen sehr traurigen Gesichtsausdruck solle sie aufsetzen, hatte man ihr gesagt. Na, so etwas konnte sie gut. Die Kameras klickten flei\u00dfig, das w\u00fcrde sch\u00f6ne Fotos geben morgen f\u00fcr die Schlagzeilen. Der Diener \u00f6ffnete ihr die T\u00fcr, das letzte Mal, wie sie wusste.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDieses Interview gestern, das bekommen wir schon wieder aus der Welt. Ich habe hier eine Erkl\u00e4rung, Sie hatten einen Nervenzusammenbruch, und deshalb\u2026\u201c Der Vorsitzende gab sich zwar alle M\u00fche, aber seine Stimme zitterte trotzdem. \u201eAngst\u201c, dachte Gabrielle, und es gab ihr einen warmen Schauer. Sie h\u00e4tte nicht gedacht, diesen Mann jemals kriechen zu sehen, aber hier war er\u2026 und kroch vor ihr.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNein\u201c, sagte Gabrielle, und war sehr stolz auf sich.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Der lange Urlaub auf den Seychellen hatte ihr gut getan. Nach ihrer Entlassung hatte sich der Vorsitzende noch eine Weile halten k\u00f6nnen, aber dann hatte man ihm anonyme Konten und unbelegte Gelder nachgewiesen. Jetzt hatte die Welt Gabrielle vergessen und der Vorsitzende sa\u00df im Gef\u00e4ngnis. \u201eSelber schuld\u201c, dachte Gabrielle. \u201eMit diesen Leuten legt man sich nicht an, wenn die beschlie\u00dfen, alle totzuspritzen, hat man mitzuspielen und sich nicht auf einmal ein Gewissen zu erfinden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr Handy klingelte. \u201eIhr Name wurde rein gewaschen. Morgen erscheint eine gro\u00dfe Titelgeschichte in der New York Times. Darin wird stehen, dass der Vorsitzende nur dank Ihrer Hilfe \u00fcberf\u00fchrt werden konnte. Ihnen wird ein Gouverneursposten angeboten werden. Sie sind wieder im Spiel\u2026 besser, Sie fangen an zu packen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Es war doch schon ein wenig langweilig geworden im Paradies, und die h\u00fcbschen M\u00e4nner waren ihr inzwischen auch ausgegangen. Gabrielle legte auf und jauchzte. \u201eGouverneurin Gabrielle\u201c, wie sich das anh\u00f6rte!<\/p>\n\n\n\n<p>Emilio war tot, doch der Mechaniker hatte keine Tr\u00e4nen mehr um seinen Sohn. Vielleicht, wenn er den Arzt noch h\u00e4tte bezahlen k\u00f6nnen\u2026 wenn er seinem Jungen eine Klimaanlage ans Bett h\u00e4tte stellen k\u00f6nnen\u2026 Es machte keinen Unterschied. \u201eWir werden daf\u00fcr geboren\u201c, dachte er. \u201eF\u00fcr uns gibt es nur Leid und Qual. Ich sollte dem Herrgott danken, dass Er Emilio dieses Leben erspart hat.\u201c Er packte seine Tasche, und machte sich auf den Weg zur Arbeit. Trotzdem brannten ihm die leeren Augen, den ganzen Tag, und so entging ihm das winzige Leck in der Treibstoffzufuhr.<\/p>\n\n\n\n<p>Gabrielle sah aus dem Fenster und genoss die Aussicht. So sch\u00f6n diese Inseln auch waren, aber bald w\u00fcrde sie den Blick \u00fcber die Wolkenkratzer haben und ihre Macht w\u00fcrde jeden vor ihr in den Staub werfen. Sie wurde ein wenig feucht im Schritt.<\/p>\n\n\n\n<p>Pl\u00f6tzlich sah sie eine Fahne wei\u00dfen Rauchs aus dem Triebwerk auf ihrer Seite des Flugzeugs. Der Rauch wurde schwarz, und immer mehr. Dann schlugen Flammen aus dem Triebwerk. Es ging alles sehr schnell. Der luxuri\u00f6se Privatjet zerschellte an einem Felsen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gabrielle \u00f6ffnete die Augen. Eine ma\u00dflose, \u00f6de W\u00fcste erstreckte sich vor ihr, in jeder Richtung, und so weit sie schauen konnte. \u201eAber ich bin doch tot\u201c, dachte sie. \u201eWas soll das?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sie hatte ihn nicht geh\u00f6rt, wo war er nur hergekommen? Der Engel sah sie an. \u201eKomme ich jetzt in die H\u00f6lle?\u201c fragte Gabrielle. \u201eDas hier ist die H\u00f6lle\u201c, sagte der Engel. \u201eEs kann nichts Schlimmeres geben, als die Ewigkeit mit einer erb\u00e4rmlich selbsts\u00fcchtigen Person zu verbringen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Gabrielle war erleichtert, offenbar w\u00fcrde sie einen Gef\u00e4hrten haben. \u201eUnd wer wird das sein?\u201c Der Engel lachte. Er breitete seine Fl\u00fcgel aus und stieg majest\u00e4tisch in den glei\u00dfenden Himmel auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Tage vergingen. Gabrielle war so durstig. Sie war so lange gelaufen, wie sie es nur vermocht hatte, aber es war in jeder Richtung das Gleiche. Nichts als hei\u00dfer, knirschender, rutschender Sand. Und endlich begriff sie es. Es w\u00fcrde nie mehr aufh\u00f6ren. Dieses war nun ihr Sein, und f\u00fcr immer allein. Sie fiel auf die Knie und begann zu beten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Esel erschien in der Ferne.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Alte stieg von dem Esel ab und setzte sich zu Gabrielle. \u201eNun, wie gef\u00e4llt es dir hier?\u201c Gabrielle wusste nicht, wer der Alte war. Aber die G\u00fcte und Liebe, die sie mit einem Mal umgaben, lie\u00dfen sie weinen. \u201eWem sollte es hier schon gefallen\u201c, schluchzte sie.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWas erwartest du?\u201c sagte der Alte. \u201eEs ist die H\u00f6lle, und du wolltest doch immer dort hin. Hast dir sogar richtig viel M\u00fche gegeben daf\u00fcr.\u201c Gabrielle sah den Alten trotzig an. \u201eDas kann nicht die H\u00f6lle sein. Wo ist der Teufel?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Alte lachte. \u201eAch, diese M\u00e4rchen der faulen Gierschl\u00fcnde. Es gibt keinen Teufel. Den Menschen ist es nur so peinlich, dass sie Mich schm\u00e4hen. Und so haben sie ihrer Faulheit einen anderen Namen gegeben, sogar ein Gesicht. Und beten diese Chim\u00e4re auch noch an! Selbst Mich verwundert es bisweilen, welch verschlungene Wege Meine Lebensfunken manchmal zu nehmen w\u00fcnschen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Gabrielle erkannte nun, Wer da vor ihr sa\u00df. Endlich w\u00fcrde sie Dem mal die Meinung sagen k\u00f6nnen. \u201eAch, jetzt sollen wir wieder an allem schuld sein? Du schickst uns Deinen Sohn, h\u00e4ltst uns eine Erl\u00f6sungskarotte vor die Nase, aber was hat das geholfen? Nichts, nichts, nichts!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Alte sah Gabrielle lange an. \u201eMeinen Sohn\u2026 Ich habe keinen Sohn, denn jeder ist Mein Kind. Jeder Floh, jeder Grashalm, jeder Stein. Schau. Der, den du Meinen Sohn nennst, der war nur ein S\u00fcndenbock. Man hat sich das nur ausgedacht\u2026 es gibt viele Religionen bei euch, aber alle eint dieses: Dem Irrsinn der Sucht nach der Beherrschung der ganzen Welt verfallen, denkt man sich die verr\u00fccktesten Geschichten aus\u2026 die Geschichte, die hinter diesem angeblichen Sohn von Mir steht, die geht so: Einmal im Jahr opfert man zwei B\u00f6cke. Einen opfert man Mir, schneidet ihm die Kehle durch und l\u00e4sst ihn zu Tode bluten \u2013 was Mich jedesmal sehr traurig macht. Mir w\u00e4re es n\u00e4mlich viel lieber, Mein Bockskind d\u00fcrfte weiterleben, verstehst du?<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eRichtig schlimm aber wird es mit dem zweiten Bock. Der ist ein Bestechungsgeschenk an den Teufel \u2013 den es, wie gesagt, gar nicht gibt. Dieser zweite Bock geht \u00fcber die Klippe, und wenn er stirbt am Fu\u00df der Felsen, dann, so sagt man, h\u00e4tte der Teufel das Geschenk angenommen und h\u00e4tte alle S\u00fcnden der Anh\u00e4nger dieser Religion auf den Bock genommen. Und der Teufel w\u00fcrde dann als Ankl\u00e4ger beim himmlischen Gericht falsches Zeugnis ablegen f\u00fcr die Anh\u00e4nger.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs w\u00e4re ja zum Lachen, wenn es nicht so traurig w\u00e4re. Als ob Ich auf so etwas hereinfallen k\u00f6nnte\u2026 aber so steht es nun einmal geschrieben in dieser Religion, und die Menschen glauben das wirklich. Das Fest dieser zwei B\u00f6cke nennt man \u00fcbrigens Jom Kippur, wie du vielleicht wei\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDein Heiland, der dich so sehr entt\u00e4uscht hat, es gab ihn gar nicht \u2013 er war nichts weiter als eine List. Er ist der S\u00fcndenbock, der die S\u00fcnden der Gl\u00e4ubigen den Anderen aufb\u00fcrden soll. Und diese Anderen, die Gegner dieser Religion, fielen darauf herein, und diese Legende raubte ihnen ihre G\u00f6tter, ihre Geschichten und ihr Wissen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Alte seufzte, und eine Tr\u00e4ne lief ihm \u00fcber die Wange. \u201eDie ganze Welt will man beherrschen! Weil man glaubt, dann w\u00e4re man Ich! Wie grenzenlos dumm das ist, Mein ist das unendliche und ewige All, und die glauben, wenn sie nur&nbsp;<em>einen<\/em>&nbsp;Planeten h\u00e4tten, dann k\u00f6nnten sie schon Meinen Platz einnehmen!<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUnd was Mich am meisten traurig macht, sie behaupten, alle m\u00fcssten an Mich glauben, und nur sie w\u00fcssten, wie Ich w\u00e4re. So geht der Plan, verstehst du? Ihre Religion schreibt jedem, der an ihr Gottesbild glaubt, vor, wie Mir Tribut zu leisten w\u00e4re. Doch was sollte Ich schon mit Tribut? Und nat\u00fcrlich kommt er auch nie bei Mir an, sondern dient nur dazu, den Herren der Religion ein Leben in unermesslichem Reichtum und M\u00fc\u00dfiggang zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eHeiden w\u00e4ren die, die nicht an ihre Vorstellung von Mir glauben, sagen sie, und deshalb h\u00e4tten sie jedes Recht, sie zu berauben und zu t\u00f6ten. Denn es w\u00e4re ja so wichtig, dass jeder an Mich glaubt, Ich w\u00fcrde dessen bed\u00fcrfen. Dabei ist Mir das so unsagbar egal, ob einer an Mich glaubt, oder nicht, wie es dem Wasser ist, ob der Fisch von ihm wei\u00df. Nicht zu fassen, welch absurde L\u00fcgen man von Mir erz\u00e4hlt. Als h\u00e4tte Ich n\u00f6tig, dass man an Mich glaubt. Alle Sterne sind Mein, aber verr\u00fcckte M\u00e4rchen w\u00e4ren Mir auch nur ein Bisschen wichtig!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Alte schnaubte \u00e4rgerlich. \u201eEs ist egal, welche Religion man ansieht, es ist immer das Gleiche. Aber bei dieser Heilandsgeschichte kam hinzu, dass man den Anderen log, der Akt der Zeugung, die Empf\u00e4ngnis Meines Funkens, sei eine S\u00fcnde. Man behauptete von Mir, Ich wolle nicht ins Fleisch. Ich sei Licht, und damit Ich Licht bleiben k\u00f6nne, m\u00fcsse man dem Weltlichen entsagen. Was zu nichts weiter f\u00fchrte, als dass die Anderen begannen, sich selbst auszurotten, sogar das Edelste des eigenen Blutes, und genau das war ja auch das Ziel.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDoch es gibt kaum etwas, das die Seele so sehr verst\u00fcmmelt, wie es ist, die eigenen Lebensorgane zu hassen \u2013 den urspr\u00fcnglichen und reinsten Quell der eigenen Lebenskraft. Und so kam dann eben eure schreckliche Welt dabei heraus, und so viel grausames Elend, wie es selten ist im weiten Universum.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Alte griff in die Satteltasche des Esels und nahm eine Karaffe mit Tee heraus. \u201eM\u00f6chtest du?\u201c Gabrielle trank, und noch nie hatte irgend etwas ihr so gut geschmeckt. \u201eIch wusste das alles nicht. Wie ist es nur m\u00f6glich, dass ich von all dem nichts wusste?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Alte go\u00df bed\u00e4chtig neues Wasser in den Samowar. \u201eEs steht alles in ihren B\u00fcchern, Wort f\u00fcr Wort, jeder k\u00f6nnte es nachlesen. Aber keiner sieht hin. Siehst du, man hatte den Menschen dieser Religion sehr \u00fcbel mitgespielt. Erst hatten die \u00c4gypter sie versklavt, dann die R\u00f6mer. Den \u00c4gyptern war man zwar entkommen, aber das Gift des dortigen pharaonischen Glaubens hatte man mitgenommen. Und als man sich dann den R\u00f6mern, dem n\u00e4chsten \u00fcberm\u00e4chtigen Feind, gegen\u00fcbersah, und wieder so viel Leid und Schrecken \u00fcber ihr Volk gebracht wurde, griff man zu diesem Trick.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWei\u00dft du, Ich habe Respekt vor der List des Schwachen gegen den Starken, das ist es gar nicht. Doch sobald man sich erwehrt hat, sollte man doch irgendwann auch wieder erkennen, dass alle Meine Kinder sind, ohne jeden Unterschied.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Gabrielle wurde m\u00fcde. Die warme und g\u00fctige Stimme des Alten lullte sie in den Schlaf.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eMataji, Mataji! Bitte, wach auf, was ist mit dir?\u201c Gabrielle \u00f6ffnete die Augen. Ein kleiner Junge in Kr\u00fccken r\u00fcttelte an ihr, und er weinte bitterlich. Sie sah sich um. Eine enge Wellblechh\u00fctte, und dieser furchtbare Dreck \u00fcberall. Der Junge presste seinen gebrochenen K\u00f6rper an Gabrielle, so fest er nur konnte. \u201eIch dachte du bist tot, Mama! Du hast so tief geschlafen, und dich gar nicht mehr ger\u00fchrt! Und ich bin doch so hungrig, bitte mach mir mein Fr\u00fchst\u00fcck!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Gabrielle verstand. Der Alte hatte ihr eine zweite Chance gegeben. Sie ging zur Feuerstelle und setzte Wasser auf. Ihr Blick fiel auf ein amtliches Schreiben. \u201eDie Erkrankung Ihres Sohnes wurde nicht als Folge des Polio-Impfprogramms anerkannt. Mit der Teilnahme an der kostenlosen Mahlzeit haben Sie im \u00dcbrigen jegliche Entsch\u00e4digungsanspr\u00fcche ausgeschlossen. Gezeichnet, Regierungsdirektor.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Gabrielle sa\u00df vor dem Tempel, das Haupt geneigt, und die H\u00e4nde flehend vor sich hingestreckt. Wie jeden Tag, Woche um Woche, Monat um Monat. Ein Schatten fiel auf sie. \u201eIch w\u00fcnsche Dir alles Gute\u201c, sagte die Frau und gab ihr hundert Rupien.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eShukriya, m\u00f6gen all deine Gebete erh\u00f6rt werden!\u201c Gabrielle war so gl\u00fccklich, zwei Wochen w\u00fcrde sie f\u00fcr ihren kleinen Krishna Essen kaufen, sogar ihm ein Spielzeug mitbringen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch gehe nicht in den Tempel\u201c, erwiderte die Frau. \u201eWas soll ich dort den Steinen mein Geld geben, ich gebe es lieber dir.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Gabrielle sah auf. \u201eDie Gnade Gottes m\u00f6ge mit dir sein\u201c, sagte sie. Und sie wusste, dass der Alte l\u00e4chelte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Anruf kam gegen halb drei. Gabrielle lauschte aufmerksam und war wieder einmal voller Bewunderung f\u00fcr die raffinierten Spiele der Hochfinanz. 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